Der Roadtrip im Überblick

Für die interessierten Leser haben wir hier mal ein paar Geschichten, Zahlen und Fakten von unserem Roadtrip zusammengestellt. Ist ein ziemlich langer Beitrag geworden, aber wir waren ja auch 6,5 Wochen unterwegs! 🙂

Allgemeines

  • Dauer: 23. Dezember 2017 bis 06. Februar 2018, 46 Tage und 45 Nächte
  • Gefahrene Kilometer: 7300 km
  • Gewanderte Kilometer: 240 km
  • Gepaddelte Kilometer (Kayak): 90,5 km
  • Bastelstunden Auto: etwa 4 halbe Tage, also 16h

Erlebnisse

  • Netteste Begegnung: Kostenlose Schalterreparatur
    Nachdem unsere notdürftige Reparatur des Pumpenschalters für die Spüle nur ein paar Tage gehalten hat, haben wir uns in Nelson auf die Suche nach Ersatz gemacht. Ein Baugleicher Schalter war nirgends zu finden, also mussten wir einen größeren Schalter kaufen der nicht ohne weiteres in die Armatur gepasst hat. Ohne Säge und Bohrmaschine konnten wir nicht viel anrichten, also haben wir an einem Freitag Nachmittag im Industriegebiet von Nelson nach einer Werkstatt gesucht.
    Nach ein paar Versuchen haben wir einen super hilfsbereiten Metallarbeiter gefunden. Er hat die Löcher in der Armatur und der Tischplatte größer gebohrt und sogar einen besseren Schalter aus der Werkstatt eingebaut. Als wir bezahlen wollten sagte er nur: ‘Passt schon, mein Chef schaut gerade eh nicht hin’ und hat uns einen schönen Trip gewünscht 🙂
  • Unfreundlichste Begegnung: Ein älterer Camper auf einem Campingplatz in Taupo einen Tag vor Weihnachten.
    Er hat sich eingebildet, dass im 3 Meter Umkreis um seinen Camper niemand stehen dürfte. Als wir das infrage gestellt haben und nicht direkt wegfahren wollten, hat er angefangen uns zu beschimpfen und gemeint, dass unser Camper bestimmt nicht Self-Contained wäre und wir ein gefälschtes Zertifikat bei ebay gekauft hätten… Das wurde uns dann zuviel, wir haben ihm Frohe Weihnachten gewünscht und uns einen anderen Platz mit netteren Nachbarn gesucht 🙂
  • Anzahl der Platzregen: 3-4
    Es regnet schon etwas öfters hier in Neuseeland, so richtig heftige Platzregen hatten wir aber nur 3-4 mal. Vor der Abreise hat uns mein Onkel erzählt, dass er damals (1992) während einem ordentlichen Regen tanken musste. Damit nicht alles nass wird, hat er sich einfach ausgezogen und in Unterhose getankt. Das bezahlen stelle ich mir da lustig vor, sowas sieht der Tankwart bestimmt nicht regelmäßig! Dieses Erlebnis blieb uns aber erspart 🙂
  • Tollstes Tier: Kea, und der sprechende Kakadu in Wanganui
    Der Kea ist ein alpiner Papagei und ein wirklich intelligenter und schöner Vogel. Man muss zwar aufpassen, dass sie nicht im Rudel das Auto auseinander nehmen (siehe Video, das ist allerdings nicht von uns), aber sie sind wirklich unterhaltsam!
  • Hässlichstes Tier: Seelöwe
    Sehen wirklich nicht schön aus, aber das müssen sie ja auch eigentlich nicht 🙂
  • Größtes Abenteuer: Durchquerung der Cave Stream Höhle
    siehe Blogbeitrag
  • Kälteste Dusche: Lake Wanaka
  • Schönste Outdoor Dusche: Lake Benmore
    Wunderschöner Badebereich am See mit Sonnenschein + danach unsere Campingdusche
  • Längste Zeit ohne Dusche: 4 Tage

Übernachtungen

  • Nächte in Great Walk Hütten: 5
    • 3 x Heaphy Track
    • 2x Whanganui Journey
  • Anzahl Nächte im Camper: 40
  • Davon auf bezahlten Campingplätzen: 4
  • Schönste Campingspots:
    • Lake Camp: Wunderbarer kostenloser Campingplatz mitten auf der Südinsel. Selbst zur Hauptsaison nicht viel besucht, so dass jeder ein Platz am Wasser bekommt 🙂
    • Lake Benmore: Super Gegend um im Self-Contained (SC) Camper zu übernachten mit viel Toilettenauswahl. Wir hatten den Platz für uns allein und konnten Nachts traumhafte Stern-Fotos inklusive Milchstraße machen.
    • Lake Hayes: Offizieller Self-Contained (SC) Campingplatz auf dem man maximal 2 Nächte stehen darf. Sehr schön, sehr voll, aber direkt am See mit vielen zutraulichen Enten 🙂
    • Salisbury Falls: Kein Verbotsschild, also übernachten im SC Camper erlaubt. Sehr schöne Badestelle und wenig Touristen!
  • Schlechteste Campingspots:
    • Nahe Nugget Point Lighthouse: Auf der 10km langen Zufahrtsstraße zum Lighthouse ist das Freedom Camping verboten. In den weiter entfernen Nebenstraßen ist es zwar wieder erlaubt, aber es gibt keine schönen Spots. Daher mussten wir uns spät Abends mit einer kleinen Haltebucht neben der Straße zufrieden geben 🙁
    • Haast: Eigentlich eine schöne Gegend, wir haben aber leider zu spät die unglaubliche Menge an Sandflies und Mücken bemerkt, die es sich in unserem Camper gemütlich gemacht hat. Wir haben schnell alle losen Dinge fixiert und sind mit offenem Kofferraum und Fenstern losgefahren. Leider nicht ganz so erfolgreich wie gehofft mussten wir danach trotzdem noch gut die Hälfte der 100 blutsaugenden Mistviecher jagen. Becks ist an dem Mücken-Platz auch noch in Scheiße getreten… Kein toller Abend!
  • Gefundene aber wieder verlassene Campingspots: 4
    • Haast: Aufgrund von Sandflies und Mücken, siehe oben.
    • Waitapu River: Ein total überfüllter kostenloser Campingplatz in der Tasman Gegend. Alle Plätze waren schon belegt, also haben wir uns zu ein paar anderen Autos an den Rand des Flussbetts gestellt. Vom Flussbett wurden Abends aber alle Autos von einer netten Frau wieder fortgeschickt, da das Campen dort verboten ist. Ein Schild aufstellen wäre leichter gewesen, aber wenigstens gab es keine Geldstrafe.
    • Parapara Peak: Am gleichen Abend (nach dem Riverbed) haben wir dann einen anderen Platz gesucht und den Wanderparkplatz zum Parapara Peak gefunden. Mitten im dunklen und nebeligen Wald, weit weg von der Hauptstraße und ohne Handyempfang. Irgendwie hatten wir dort sofort ein unheimliches Gefühl, was wir nicht mehr loswerden konnten. Also mussten wir nochmal woanders hinfahren 🙁
    • W F Moss Scenic Reserve: Eigentlich ein schöner und beliebter Platz auf dem wir vor dem Heaphy Track schonmal übernachtet hatten. An diesem Tag hatte es aber viel geregnet und für die Nacht war ein großes Unwetter vorhergesagt. Abends kam dann ein netter Anwohner vorbei und hat die Camper gewarnt, dass der Fluss bei viel Regen deutlich ansteigt und den Platz überschwemmen kann. Er hat wohl schonmal einen Campervan mit seinem Trecker aus dem Schlamm ziehen müssen.

Essen

  • Bestes Essen:
    • Lachs Sahne Soße mit frisch gefangenem Lachs auf Pipe Rigate Nudeln
    • Regelmäßig leckere Pancakes zum Frühstück
  • Schlechtestes Essen: Corned Beef mit Dosenpilzen und Reis
    Ein typisches Rumfort essen, alles was rumliegt und fort muss… Leider nicht so lecker wie erhofft, durch das Corned Beef (aus der Dose) hatte das ganze ein Touch von Hundefutter.
  • Bester Pie: Mittags gab es bei uns öfters einen Pie, da es die hier quasi überall relativ günstig und schnell gibt. Typische Füllungen sind dabei: Hackfleisch-Käse, Chicken-Pilze-Käse, usw. Unseren besten Pie hatten wir in Glenorchy mit einer Lachs & Bacon Füllung, super gut!

Kosten ($10 ≈ 6€)

  • Übernachtungen: $35 Dollar pro Person, ohne Great Walk Hütten
  • Fahrt: $1635 für Benzin und $516 für die Fähre auf die Südinsel und zurück
  • Lebensmittel: etwa $24 pro Person pro Tag, für Supermärkte, Restaurants, Takeaways, Pies, etc
  • Spaß: $2114, z.B.: Great Walks, Jetboat, Milford Cruise, Zipline, etc
  • Auto: $224 für Reparaturen, Werkzeug und Ersatzteile
  • Schwimmen & Duschen: $24 pro Person

Route

Wer sich unsere Route genauer anschauen möchte, kann einen Blick auf folgende Karte werfen. Die Route ist nach Kalenderwochen aufgeteilt. Am besten die Wochen einzeln durchklicken, dann ist es übersichtlicher 🙂
Route im neuen Tab öffnen

 

4 Kommentare bei „Der Roadtrip im Überblick“

  1. Sehr interessante Zusammenstellung…da bleibt nur die Frage, welcher Onkel sich bis auf die Unterhose ausgezogen hat… : )

  2. Hallo Ihr Kiwis, DANKE …. sehr wertvolle Informationen und Scharfmacher 🙂
    Einzig abschreckend: die Preise 🙁
    Mesi

    1. Abschreckend sollte die Preise eigentlich gar nicht sein. Für 6.5 Wochen Urlaub sind wir eigentlich günstig weg gekommen 🙂

  3. Herbert Neigert sagt: Antworten

    Super Überblick, war aber sicher nicht so einfach, besonders mit der praktischen Karte. Verständlich, dass das etwas länger gedauert hat, so viele Punkte und Erklärungen in die Karte ein zu binden, dass man nur noch klicken braucht. Was lange währt wird endlich gut…….
    Noch viel Spaß weiterhin Euch beiden!
    Herbert

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