Fidschi

Fidschi war wunderschön und Dank der Vollverpflegung in den Resorts unglaublich erholsam. Wir waren auf den Yasawa Inseln und am Schluss noch bei Rakiraki (Hauptinsel) zum Tauchen bei einer Gastfamilie. Die Menschen sind großartig, denn sie sind wahnsinnig nett und wirken immer entspannt (auch wenn sie in der Tourismusbranche eigentlich von morgens bis abends arbeiten). Nach den entspannten Menschen in Fidschi haben uns alle weiteren Menschen danach plötzlich sehr gestresst, denn sie waren vergleichsweise unfreundlich und an großen Flughäfen gibt es auch viel Gedrängel.

Wir haben einige Wasseraktivitäten auf Fidschi ausprobiert:

  • Handline Fishing: Man angelt nur mit Schnur, Angelhaken und Köder.
  • Trawling: Die Angelschnur wird vom Boot hinterher gezogen.
  • Tauchen mit großen Bullenhaien: In der Nähe der Kuata Insel werden die Haie zweimal täglich mit Thunfischköpfen gefüttert. Die Guides haben dafür Speere, mit denen sie das Futter aus einer Box Richtung Haie stoßen. Wir knieten hinter einer Mauer und konnten uns das Spektakel ansehen. Geschützt wurden wir von einer Riffwand hinter unserem Rücken und weiteren Guides mit Speeren. Trotzdem sind das eigentlich meist sehr friedliche Tiere. Ist das Futter leer, dann verschwinden sie schnell wieder. “Fiese Killermaschinen” gibt es nur bei Hollywood!
  • Speerfischen mit unserer Gastfamilie: Ich konnte zwar drei Treffer verzeichnen, aber sie waren nicht fest genug und die Fische sind entkommen. Gefangen haben wir beide also leider nichts, dafür beim Trawling umso mehr! Unserer Gastvater konnte den Ablauf mit Leichtigkeit: schnorcheln, hinunter tauchen, möglichst lange die Luft anhalten und zielen. Er hat sich einen Fisch nach dem anderen an seine Schnur gesteckt. Laut ihm gehört es auch zum “Fijian experience”, dass Riffhaie mal vorbei schauen, weil sie den toten Fisch riechen, aber dann auch schnell wieder verschwinden ohne aufdringlich zu werden. Einen haben wir auch tatsächlich gesehen!

Bei der erwähnten Gastfamilie war es auch am Lustigsten und am Authentischten. Die Kinder (viele eigene Kinder und Enkel) haben ihrem Vater einen Frosch gebracht, in dessen Maul er spucken sollte. Die Kinder waren nämlich überzeugt davon, dass das gegen Zahnschmerzen helfe.
Außerdem haben wir dort eine echte, nicht gestellte Kavazeremonie erlebt. Wir wurden zum Chief des Dorfes geführt, der alle Gäste immer kennen lernen will. Dem Cief gehört das Land und er hat so einige Entscheidungsbefugnisse. Wir mussten ihm Kava als Geschenk mitbringen, welches vom seinem Sohn mit bloßen Händen “gewaschen” wurde. Das Ergebnis ist ein berauschendes Getränk, das nach Erde schmeckt und die Zunge taub macht. Unsere Gastmusster gab mir für den Besuch einen Rock für die Beine mit, da selbst eine lange Hose für so einen Besuch zu sexy rüberkommen könnte. Dabei brach die humorvolle Frau selbst in Gelächter aus und sagte “we have to cover our sexy legs”, ganz so als ob sie das selbst auch total absurd findet. Beim Chief wurde also Kava getrunken (wobei man auch höflich ablehnen darf) und es wurde vor allem über Fußball und Rugby gesprochen.

 

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