In Neukaledonien haben wir uns die Inseln Ile de Pines und Lifou angesehen, sowie einige Orte der Hauptinsel (Grande Terre). Hier ist es gerade Winter und die Tage sind ziemlich kurz, aber warm genug ist es trotzdem. Das Gute am Winter ist, dass es in der Nebensaison kaum Mücken gibt. Also braucht man sich nicht mit Gift einzunebeln, um sich vor Dengue und Zika zu schützen.
Das Land ist nicht so von Touristen überschwemmt. Die Menschen sind unglaublich freundlich und hilfsbereit und viele winken, wenn man durch ihre Dörfer fährt. Trinkgelder scheinen eher unüblich zu sein und werden schon gar nicht für jede Kleinigkeit erwartet, was ich als unglaublich angenehm empfinde. So zum Beispiel der Hotelangestellte der mich verständnislos ansah und das Trinkgeld ablehnte. Die meisten Menschen auf den Inseln können kein englisch und so war es eine gute Übung mein total eingerostetes Schulfranzösisch wieder auszupacken.
Auf den Inseln gibt es schöne weiße Strände und es gibt wunderbare Schnorchelstellen. Wir haben alles mögliche dabei gesehen: Seeschlangen, riesige Muscheln, Rochen, bunte Fische und einmal wurden wir von einem Triggerfisch attackiert. Doch noch mehr sahen wir beim Tauchen, was uns vor allem bei Hienghene sehr gefallen hat. Es gab Riffhaie, gigantische Seesterne, viele bunte Fische, einen riesigen Napoleonfisch, und und und…
Außerdem waren unsere Highlights:
- Wir haben eine Kokosnusskrabbe gefunden. Da diese gegessen werden, legen die Einheimischen von Lifou halbierte Kokosnüsse zum Anlocken der Krabben aus.
- Die riesigen Spinnennetze (bei einem Konglomerat an geschätzt etwa 100 Spinnen war das Netz so groß wie eine Hütte)
- Der Palmen-Besteiger auf der Hotelanlage. Mit speziellen Schuhen, die Haken dran haben stieg er kaum gesichert die hohen Palmen hoch und schlug mit einer Machete die Kokosnüsse ab. Er hat mir auch eine randvolle, grüne Kokosnuss zum Trinken aufgeschlagen 🙂
- Die Übernachtung in einer Baumhaus Hütte auf einer Farm und die Feldarbeit bei den Ziegen (Ziegen von Feld A nach Feld B treiben). Wir haben 1-2 Wochen alte Ziegenbabies besucht, die an allem nuckeln was man ihnen hinhält.
- Die frischen Papayas, die überall am Baum hängen oder am Straßenrand verkauft werden.
Hier noch meine Meinung zum Trinkgeld: Auch in Neuseeland war Trinkgeld nicht wirklich üblich, dort nichtmal beim Restaurantbesuch. Ich fand das sehr sehr angenehm, da man nicht ständig darüber nachdenken musste, was jetzt ein angemessenes Trinkgeld ist. Man will sich doch beim “freiwilligen” Trinkgeld im gesellschaftlich üblichen Bereich aufhalten und bloß nicht geizig wirken. Ohne den Brauch des Trinkgeldes werden Angestellte von vornherein besser bezahlt, da der Chef nicht argumentieren kann, dass man ja noch so viel Trinkgeld dazu verdiene. Von einer Freundin weiß ich, dass vor der Einführung des Mindestlohns ein Stundenlohn von 5,50€ in München als Kellner durchaus üblich war. Einen schlechteren Service durch den Wegfall des Druckmittels Trinkgeld konnte ich in Neuseeland auch nicht feststellen, was aber wohl auch an der Effizienz von “Bestellen und Bezahlen an der Theke” liegt. Und ganz ehrlich, gebt ihr patzigen oder langsamen Bedienungen in Deutschland tatsächlich wesentlich weniger oder kein Trinkgeld? Ich mache das eigentlich nur, wenns katastrophal war. Gerade im Urlaub ist es einfach nur entspannend nicht ständig die Geldbörse zu zücken, weil der Hoteljunge emsig mit den Koffern vornweg Richtung Zimmer rennt oder weil der Marrokaner sich soeben aufgedrängt hatte einem den Weg zu zeigen. Ohja, Marokko war diesbezüglich eines der anstrengendsten Länder überhaupt, da für jegliche (aufgedrängte) Freundlichkeit etwas erwartet wurde! Neuseeland und Neukaledonien – diesbezüglich ein Traum 🙂 Und nein, es hat nichts mit Geiz zu tun. Es macht mir nämlich nichts aus meine Koffer selber zu tragen und ich fände es wichtig von vornherein angemessene Preise im Restaurant zu bezahlen, so dass die Angestellten einen fairen Lohn bekommen.





























Wieder mal sau geile Bilder Becks 🙂
Das mit dem Trinkgeld kann ich gut verstehen und bin da voll deine Meinung.
Halte uns weiterhin auf den laufenden! Ich hoffe wir bekommen noch ein paar Blog-Einträge bevor ihr wieder hier seid 🙂
Da hast du mich jetzt motiviert Michael 🙂