Obwohl man auf der Whanganui Journey kaum läuft, gehört sie zu den neun Great Walks Neuseelands. Die meisten mieten hierfür ein Kanu, wir haben uns aber für ein Kayak entschieden. Damit ist man schneller und wendiger, allerdings ist es auch etwas wackeliger. Gleich beim losfahren wurden wir schon so schief ins Wasser geschoben, dass wir um ein Haar gekentert wären!
Drei Tage lang sind wir also den Fluss hinunter gepaddelt und haben gelernt durch diverse Stromschnellen zu manövrieren. Unter den Reisenden hat sich eine sogenannte 50/50 Stromschnelle herumgesprochen, bei der wohl die Hälfte aller Paddler sich im kalten Nass wiederfinden. Aber wir haben die knapp 90km ohne Kentern gemeistert!
Unterwegs und vor allem abends an den Hütten konnte man die anderen Paddler kennen lernen. Eine große Familie aus Neuseeland hat den Trip gemeinsam gemacht, von etwa 10 bis 80 Jahren waren alle dabei. Der Opa war zu Fuß nicht mehr sonderlich beweglich, aber glücklicherweise konnte er sich ja tagsüber im Kanu hinlegen und schlafen, während einer seiner Söhne das Paddeln übernommen hat 🙂
Leider war der Fluss durch einen starken Regenfall die Tage zuvor noch etwas aufgewühlt und braun gefärbt. Am zweiten Tag war das Flusswasser trotzdem gut genug zum “duschen”, man muss ja nehmen was man kriegt! Wir hatten übrigens ein traumhaftes Wetter 🙂
Ein Highlight war die zweite Nacht in der Tieke Kāinga Hütte. Die Hütte steht in einer alten Maori Siedlung mit einem malerischen “Meeting House” der Gemeinde. An dem Tag waren leider keine Maoris dort, dafür konnten wir aber Bekanntschaft mit dem zahmen (und verfressenen) Haus-Reh machen.
















